5. Juni – Tag der offenen Tür am Lehrbienenstand

Am Sonntag dem 5. Juni veranstaltet der Imkerverein Idar-Oberstein ab 14 Uhr einen Tag der offenen Tür auf seinem Lehrbienenstand. Es können Bienenvölker und für die Imkerei benötigte Geräte angesehen und Fragen um die Imkerei beantwortet werden. Alle Imker und an der Imkerei Interessierte sind herzlich eingeladen.

Der Lehrbienenstand befindet sich im oberen Teil der Hohlstraße, direkt unterhalb des Tierheims Oberstmuhl.

Öffnungszeiten der Belegstelle Erbeskopf

Da sich die Drohnen von Jahr zu Jahr unterschiedlich entwickeln,
öffnet die Belegstelle zu unterschiedlichen Termine.
Die Terminplan der Belegstelle findest du auf der Homepage der Belegstelle.

Am „Tag der Königinnenzucht“ findet jedes Jahr an Fronleichnam einen Vortrag, über interessante Themen über die Zucht, für Imker statt.
Die Imker treffen sich dazu gegen 10 Uhr im Gemeindehaus in Börfink.
Im Anschluss daran ist die Belegstelle geöffnet.

Dank der Bereitschaft der Vereine, ist sowohl die Bewirtung beim
Vortrag, als auch für das leibliche Wohl an der Belegstelle gesorgt.

Die Termine, der Körschein der Vatervölker und Anfahrtskizzen
sind auf der Homepage der Belegstelle www.belegstelle-erbeskopf.de
zu finden.

Sommerbehandlung der Bienenvölker gegen Varroamilben

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Der Kreisimkerverband Birkenfeld bittet alle Imker im Kreisgebiet und der Umgebung, in diesem Jahr spätestens am ersten Augustwochenende, mit der Sommerbehandlung ihrer Bienenvölker gegen die Varroamilbe zu beginnen. Empfohlen wird eine Behandlung mit Ameisensäure mit einer der bekannten Methoden.

Wie Untersuchungen der Bieneninstitute zeigen, können aus unbehandelten Bienenvölkern große Mengen Varroamilben in andere Völker in der Umgebung verschleppt werden. Durch diese sogenannte Re-Invasion können auch schon vorher gegen die Milben behandelte Völker schwer geschädigt werden. Ein regional koordinierter, möglichst gleichzeitiger Behandlungsbeginn soll das Einschleppen von Milben aus unbehandelten Völkern und damit größere Verluste an Bienenvölkern im Winter minimieren.

Tag der Königinnenzucht 2014

Kontrolle von angelieferten Begattungseinheiten durch Martin Hehner (links) und Siegfried Rühr (Mitte)
Kontrolle von angelieferten Begattungseinheiten durch Martin Hehner (links) und Siegfried Rühr (Mitte)

An Fronleichnam konnte der Vorsitzende des Kreisimkerverbandes Heiko Bauerfeld in diesem Jahr 55 Imker und weitere Zuhörer zum ersten Teil des „Tags der Königinnenzucht“ im Gemeindehaus in Börfink begrüßen. Marvin Djukic, Mitarbeiter des Instituts für Mikrobiologie und Genetik der Universität Göttingen hielt einen Vortrag über „Europäische und Amerikanische Faulbrut“. Beides sind gefährliche bakterielle Infektionen, die die Larven der Bienen befallen. Die bei uns häufigere und besser bekannte Amerikanische Faulbrut, die immer wieder lokal ausbricht, ist hier meldepflichtig und wird unter Aufsicht der Kreisveterinärämter bekämpft. Im Gegensatz dazu ist die Europäische Faulbrut, auch Sauerbrut genannt, in Deutschland nicht meldepflichtig und eher selten, bereitet aber den Imkern in Großbritannien und der Schweiz große Probleme. Djucik ging in seinem anspruchsvollen Vortrag auf die Unterschiede der Symptome und des Verlaufs der beiden Krankheiten ein und beschrieb detailliert den Ablauf einer Infektion eines Bienenvolkes mit der Europäischen Faulbrut bis zum Absterben der Larven. Vollkommen ungeklärt ist nach seinen Untersuchungen, warum die Europäische Faulbrut gerade in Großbritannien und der Schweiz weit verbreitet ist, aber in den angrenzenden Ländern nicht. Bekannte Unterschiede in den gehaltenen Bienenrassen, Umweltfaktoren oder verwendeten Beutensystemen konnten bisher nicht mit dem Auftreten der Krankheit in Beziehung gebracht werden. In der Schweiz werden befallene Bienenvölker vernichtet, in Deutschland ist eine Sanierung, z.B. durch die Bildung von Kunstschwärmen unter Entnahme der Brut, erlaubt und möglich. Der Einsatz von Antibiotika in Bienenvölkern, der zur Bekämpfung beider Arten von Faulbrut medizinisch möglich wäre, ist in Deutschland wegen der Rückstände im Honig nicht erlaubt.
Nach einer kurzen Diskussion fuhren die Anwesenden zur Belegstelle nach Thranenweier, um dort weiter über Bienen und Königinnenzucht fachzusimpeln. Viele der anwesenden Imker brachten Begattungsvölkchen mit Jungköniginnen mit oder holten ihre dort zwei Wochen vorher abgegebenen Völkchen mit den hoffentlich erfolgreich begatteten Königinnen wieder ab.

Herzlichen Glückwunsch zum 80. Geburtstag von Ewald Brust

Ewald BrustEwaldBrust wurde am 10.12.1933 in Hintertiefenbach bei Idar-Oberstein geboren und wohnt dort auch heute noch. Schon als Kind erweckte sein Großvater in ihm das Interesse an den Bienen und lehrte ihn die Grundlagen der Imkerei. Erste theoretische Kenntnisse erwarb er sich aus Lehrbüchern von Enoch Zander. Nach dem Tod des Großvaters übernahm Ewald Brust im Alter von 14 Jahren die Betreuung der Bienen.

Im Jahr 1950 wurde er Mitglied im Imkerverein Idar-Oberstein und Umgebung und legte 1965 in Mayen die Prüfung zum Imkermeister ab. 1970 übernahm er von Otto Lueg, dem damaligen Ehrenpräsidenten des Imkerverbandes Rheinland, den Vorsitz des Imkervereins Idar-Oberstein und Umgebung und hatte dieses Amt bis 1974 inne. Von 1987 bis August 2003 war er Vorsitzender des Kreisimkerverbandes Birkenfeld. Bis heute ist er Beisitzer im Vorstand des Imkervereins Idar-Oberstein und Umgebung sowie Ehrenvorsitzender des Kreisimkerverbandes Birkenfeld.

Beim IV Rheinland war Ewald Brust mehrere Jahre Obmann für Öffentlichkeitsarbeit und Beisitzer für den Bereich Koblenz sowie Mitglied im Zuchtbeirat. Er war Lehrbeauftragter und Honigprüfer in den Imkerverbänden Rheinland und Rheinland-Pfalz.

Als Imkermeister ist er weit über die Verbandsgrenzen hinaus bekannt.

 

Er schrieb Monatsanweisungen für die „Rheinische Bienenzeitung“ und später für „die biene“ und das „Bienenjournal“.

Seine besondere Aufmerksamkeit widmete er der Züchtung der Carnica. So sorgte er für die Anerkennung der Landbelegstelle „Erbeskopf“ und war der Initiator des seit 1993 bei der Belegstelle jährlich an Fronleichnam stattfindenden „Tag der Königinnenzucht“. Bei dieser Veranstaltung treffen sich regelmäßig Züchter und an der Zucht interessierte Imkerinnen und Imker aus einem überregionalen Bereich unter dem Motto „Aus der Praxis für die Praxis“.

Ewald Brust ist Träger der Ehrennadel in Gold des Deutschen Imkerbundes, Inhaber der Carl Schneider-Medaille und erhielt 1992 den Ehrenbrief des IV Rheinland.

Die Imkerinnen und Imker des Imkervereins Idar-Oberstein und Umgebung 1892 e.V. und des Kreisimkerverbandes Birkenfeld gratulieren herzlich und wünschen ihm weiterhin alles Gute und vor allem Gesundheit.

Praxislehrgang Königinnenzucht

Am 8. Juni führte der Züchter Heini Dreher seinem Bienenstand einen Praxislehrgang zur Königinnenzucht inklusive Erstellen eines Anbrüters, Umlarven und Befüllen von Begattungskästchen durch.

Hier einige Bilder von der Veranstaltung:

Die Teilnehmer schauen gebannt zu
Abgefegte Brutwabe
Eine Brutwabe wird inspiziert
Umlarvnadel im Einsatz
Abfegen einer Honigwabe